Dokumentation gilt als Service: etwas, das am Ende noch dazukommt. Ich sehe das anders. Wer Informationen entwickelt, trifft strategische Entscheidungen: darüber, was wichtig ist, wie es geordnet wird und für wen.
Genau deshalb verstehe ich mich nicht als Redakteurin, die Texte abliefert, sondern als Informationsentwicklerin, die Wissen zugänglich macht. Verständlichkeit ist dabei keine Vereinfachung, sondern Präzision.
Dazu gehört für mich KI, und zwar nicht als Schlagwort. Ich arbeite operativ mit ihr und denke sie strategisch mit: Wie verändert sie unsere Disziplin, welche Aufgaben verschieben sich, was lässt sich sinnvoll automatisieren? Am meisten interessieren mich dabei die Fragen, die bleiben: Was gehört in die Hand des Menschen? Wo liegt unser Urteil, unsere Erfahrung, unsere Verantwortung?
Was sich dabei nicht ändert: Struktur, Sprache und Relevanz sind keine Geschmacksfragen, sondern Entscheidungen. Ich treffe sie bewusst, besonders dort, wo es kompliziert wird.